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Bericht über den Vortrag "Demenz" beim Monatstreffen des Blindenapostolates Südtirol am 03.02.2026 im Blindenzentrum

 


“Typisch Alzheimer“ – ein meist unbedachter Ausspruch, wenn wir in unserer Schusseligkeit wieder einmal etwas vergessen haben. Leider nimmt diese eher scherzhaft gemachte Äußerung oft auch sehr reelle und du dunkle Konturen an. Immer öfter erkranken Menschen an Demenz, wobei die sogenannte Alzheimer Erkrankung nur eine Form von Demenz ist, die statistisch allerdings mehr als die Hälfte der Gesamterkrankungen einnimmt.

Auf diesem traurigen Hintergrund fand im Rahmen der Monatstreffen, die vom Blindenapostolat Südtirol organisiert werden, eine Informationsveranstaltung zum genannten Thema statt.

Als sehr fachkundige Referentin konnte die Vize-Präsidentin der Alzheimer-Vereinigung ASAA, Frau Edith Moroder, gewonnen werden. In ihrer kompetenten und herzlichen Art verstand sie es auf eindrucksvolle Weise, Allgemeines zur Krankheit, Wichtiges zur Vorsorge, Ratschläge zum Umgang mit Betroffenen und Hinweise zu Therapieansätzen in ein aufschlussreiches und fundiertes Paket von Informationen zu verpacken.

Leider musste aufgrund der Ausführungen im Rahmen dieser Veranstaltung festgestellt werden, dass nach aktuellem Stand Alzheimer nicht heilbar ist. Es besteht jedoch inzwischen die Möglichkeit, durch frühzeitige medikamentöse Therapie und alternative Anwendungen, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, die Symptome zu lindern und den Selbständigkeitsstatus zu verstärken bzw. zu verlängern.

Bereits im fernen Jahr 1994 schrieb Ronald Reagan im Bewusstsein seiner negativen Zukunftsaussichten: „Ich beginne nun die Reise, die mich in den Sonnenuntergang meines Lebens führen wird“ und machte damit seine Alzheimer-Erkrankung publik. Diese Reise steht leider bis heute jedem Betroffenen bevor – es bleibt uns nur die Hoffnung, dass die Zukunft baldigst neue heilvollere Perspektiven eröffnet.

Herzlichen Dank an Frau Moroder für das Teilen ihres fundierten Wissens und ihres sehr persönlichen Erfahrungsschatzes.

Vortrag über Demenz
Ein kleines Dankeschön wird der Referentin übergeben
 

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