Hörzeitschriften für blinde und sehende Menschen

Hörbrief "Kontakte"

Aller Anfang kann auch leicht sein, wenn der berühmte Gedankenblitz einschlägt und sich eine Sache als goldrichtig herausstellt. Der „Kontakte“– Hörbrief ist eine dieser Ideen, die auf Anhieb zünden, weil sie eine gelungene Mischung aus einem guten Schuss Zufall, einer ordentlichen Dosis Hausverstand und beherzter Arbeit sind.

Im November 1984 war eine Gruppe der Kamillianischen Familie zu Besuch in Thailand. Nach der Rückkehr waren viele Freundinnen, Freunde und Bekannte an den Erlebnissen und Erfahrungen der Reisenden interessiert. Maria Fischnaller Pircher kam kurzerhand auf die Idee, einen Reisebericht auf eine Tonbandkassette, die allen Interessierten zugeschickt wurde, zu sprechen. Das Echo auf die Reise-Erzählungen aus dem Lautsprecher des Tonbandgerätes war enorm – und somit war der Startschuss für einen der beliebtesten Dienste des Blindenapostolates gegeben.

„Griaßt enk Gott, liabe Leit. I bin die Pircher Mariedl, die Präsidentin vom Blindenapostolat. Deswegen derf i enk a als Erschte gonz herzlich begriaßn auf der Kassette, de sich Kontakte nennt.“

Mit diesen Worten eröffnete Mariedl Fischnaller Pircher schon kurz nach der erfolgreichen Premiere die zweite Kassette. Zu diesem Zeitpunkt war das frisch geborene Kind des Blindenapostolates schon getauft: „Dieser Hör-Rundbrief heißt Kontakte, denn wir möchten jetzt auf eine neue Art und Weise mit Euch Kontakt aufnehmen, mit Euch in Verbindung treten“, erklärt Sprecherin Maria.

Viele blinde und sehbehinderte, aber auch sehende Menschen freuen sich seither auf den Postboten, der den handgroßen gelben Umschlag mit der Hörbrief-CD aus Bozen ins Haus bringt. Seit 2020 ist der Hörbrief auch auf Spotify und der Apple Podcast App abrufbar.

Alle zwei Monate werden fast 360 CDs des „Kontakte“- Hörbriefs verschickt, er wird monatlich circa 80-mal über Spotify und 110-mal über die Apple Podcast App abgerufen. Zudem greifen auch einige Hörer*innen über die Webseite des Blindenzentrums St.Raphael auf den Hörbrief zu und downloaden ihn.

Der Großteil der Hörer*innen kommt aus Südtirol, eine starke Zuhörer*innenschaft findet der Hörbrief jedoch auch in Deutschland und Österreich und vereinzelt sogar in anderen Ländern.

Zurzeit gestalten die Mitarbeiterinnen Veronika Joas, Andrea Prieth und Katharina Zöschg den Hörbrief. Mit viel Geschick wählen sie Nachrichten aus dem Blindenzentrum, Blindenapostolat, Blindenverband, der Sportgruppe und anderen Bereichen aus.

Sie möchten die "Kontakte" bestellen? Das können Sie unter der Telefonnummer 0471-442323 oder per E-Mail unter info@blindenzentrum.bz.it bzw.


Veronika bei einer Aufnahme
Veronika bei einer Aufnahme
Andrea bei der Bearbeitung der Audioaufnahmen
Andrea bei der Bearbeitung der Audioaufnahmen
Der Hörbrief "Kontakte" ist jetzt auch auf Spotify und der Apple Podcast App abrufbar
Der Hörbrief "Kontakte" ist jetzt auch auf Spotify und der Apple Podcast App abrufbar

Hörzeitschrift „Katholisches Sonntagsblatt“

Eine Gruppe Freiwilliger unter der Leitung von Andrea Prieth sorgt dafür, dass die Kirchenzeitung der Diözese Bozen-Brixen auch für blinde und sehgeschädigte Menschen „lesbar“ wird.

Das Team wählt wichtige und interessante Beiträge des „Katholischen Sonntagsblattes“ aus. Monatlich werden diese im Aufnahmestudio auf eine CD gesprochen, von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Blindenzentrums kopiert und an die rund 100 Hörer*innen verschickt.

Dieser Dienst wird von vielen Menschen im Land in Anspruch genommen– sowohl von blinden und sehbehinderten Menschen, also auch von Menschen in Altenheimen, die sich mit dem Lesen schwertun.




Monatlich werden Berichte aus dem Katholischen Sonntagsblatt aufgesprochen
Monatlich werden Berichte aus dem Katholischen Sonntagsblatt aufgesprochen